Ethisch investieren nach Vaupel
Nach Michael Vaupel bedeutet ethisch korrekt zu investieren, Renditeziele konsequent mit klaren moralischen Leitplanken zu verbinden. Zentral ist:
„Gewinn ja, aber nicht um jeden Preis“ – also keine Profite auf Kosten von Umwelt oder Mitmenschen.
Grundprinzipien nach Vaupel
-
Kein Handel mit Grundnahrungsmitteln: Spekulation mit Nahrungsmitteln ist für ihn tabu, weil steigende Preise in armen Ländern Hunger verschärfen können.
-
Bewahrung der Schöpfung: Investitionen sollen Umwelt und Klima nicht massiv schädigen, sondern möglichst schonend oder positiv wirken.
-
Ablehnung „Gewinn um jeden Preis“: Er verachtet Investments, die zwar profitabel sind, aber Umwelt oder Gemeinschaft übermäßig schädigen.
-
Ethisch vertretbares Bauchgefühl: Ein Investment ist für ihn dann ethisch, wenn man „morgens im Spiegel guten Gewissens“ darauf schauen kann.
Konkrete Vorgehensweise für Anleger
-
Eigene Tabu-Bereiche definieren: Zum Beispiel keine Spekulation mit Nahrungsmitteln, keine Waffen, keine extrem umweltschädlichen Projekte.
-
Positiv orientieren: Bevorzugt in Unternehmen/Projekte investieren, die ökologisch oder sozial sinnvoll sind (z.B. nachhaltige Forst- oder Energieprojekte).
-
Rendite mit Ethik verbinden: Ziel ist eine „ethische Rendite“ – also gewinnbringende, aber moralisch vertretbare Investments, statt maximaler Profit um jeden Preis.
-
Verstehen, was man kauft: Kritisch prüfen, wie das Produkt funktioniert und welche realen Folgen das Investment für Menschen und Umwelt hat.
Ein Beispiel im Sinne Vaupels wäre etwa ein Investment in ein nachhaltig bewirtschaftetes Waldprojekt anstelle eines Rohstoffzertifikats auf Mais oder Weizen, dessen Preisanstieg Hunger verschärfen könnte.
