Hydroponik in Namibia: Geschichte aus meinem Leben
Liebe Leserin, lieber Leser an den Geräten draußen im Lande,
heute möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte aus meinem Leben erzählen.
Vor Jahren, als ich noch jünger und dümmer war, ging ich nach Afrika, um dort eine kleine Plantage zu errichten.
Zusammen mit einigen Lesern pflanten wir dort eine Pflanze namens "Jatropha Curcas" an - zu Deutsch "Purgiernuss".
Diese Pflanze wächst auf kargen Böden, benötigt wenig Wasser - und aus dem Öl der Nüsse (das sich durch Pressen gewinnen lässt), wird Biodiesel hergestellt.
Gerade die Tatsache, dass sie auf Böden wächst, auf denen sonst keine Nahrungsmittel angebaut werden, fand ich interessant. Denn da gab es keine Konkurrenz "Tank versus Teller".
Also suchte ich mit Hilfe eines Beraters von einer staatlichen Organisation ein Gebiet, das gerade noch ausreicht, damit die Pflanze gedeihen kann. Das fand ich im nördlichen Namibia, in der Nähe einer Stadt mit dem schönen Namen "Otavi".
Was aus der Plantage wurde, dazu finden Sie auf www.ethische-rendite.de mehr.
Jetzt geht es mir um etwas anderes.
Denn Sie können sich vielleicht denken, dass ich sehr überrascht und dann aufgeregt war, als mich die Nachricht erreichte, dass in eben diesem Otavi ein größeres Projekt starten soll.
Das ist ein "Kaff" in "the middle of nowhere" -und jetzt lese ich, dass ein Unternehmen genau dort Gemüse, Tomaten, Gurken, Paprika und Erdbeeren anbauen will.
Wie das, die Böden sind doch karg und es gibt kaum Niederschlag, außer in der Regenzeit?
So: Es soll auf Hydroponik gesetzt werden.
Das ist eine Form der Hydrokultur, und da ich kein Agrarwissenschaftler bin, zitiere ich dazu eine professionelle Definition:
Hydroponik (engl. hydroponics) ist die Aufzucht und Kultivierung von Zier- und Nutzpflanzen in einem hydroponischen System, in dem die Wurzeln einer Pflanze in einer Nährlösung hängen, einem Gemisch aus Wasser und darin gelösten Nährstoffen.
Quelle: https://pflanzenfabrik.de/hydroponik-einfuehrung/

Und mit Hydroponik kann eben auch in Otavi Lebensmittel produziert werden. Der Nachteil: Es sind - anders als beim Anbau auf einem Feld - zu Beginn deutlich höhere Investitionen in die Hydroponik-Anlagen notwendig.
Die Lebensmittel selbst sind sehr gefragt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die genannten anvisierten Lebensmittel größtenteils aus Südafrika per LKW über Hunderte bis Tausende Kilometer herangebracht werden.
Für das Land Namibia wäre es äußerst sinnvoll, statt diese Importe selbst Nahrung vor Ort zu produzieren. Das würde die Nahrungsmittelversorgung vor Ort verbessern, und auch volkswirtschaftlich sinnvoll sein.
Da ich gerne in Projekte investieren, die gute Entwicklungen für die lokale Gemeinschaft mit sich bringen, war ich sofort Feuer und Flamme.
Ich habe die Möglichkeit erhalten, vor Ort mit in das Projekt zu investieren.
Ich dachte mir, ich schreibe Ihnen das einfach einmal. Vielleicht ist der eine oder die andere dabei, die ähnlich "ticken" wie ich und auch Interesse an einem dortigen Investment haben. Ich recherchiere dazu aktuell im Hinblick auf weitere Details.
Sie erreichen mich direkt unter redaktion@ethische-rendite.de
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen entspannten Sonntagabend! (Oder einen guten Start in die neue Woche, je nachdem wann Sie das hier lesen.)
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt