Strategisches Metall Gallium für Rechenzentren

Strategisches Metall Gallium für Rechenzentren

Alles hat seine Zeit – es gibt eine Zeit für die Aussaat und für die Ernte. Diese auf die Bibel (Prediger 3,1) zurückgehende Aussage gilt auch für uns als Rohstoff-Investoren. Denn es gibt Zyklen, die sich im Laufe der Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte auch in Bezug auf die Rohstoffpreise herausgebildet haben. Einige Beispiele:

Wenn in Indien die Heiratssaison beginnt, werden dort bedeutende Mengen physisches Gold gekauft. Das hat üblicherweise auf den Weltmarktpreis für Gold messbare Auswirkungen.

Und wenn in Brasilien ab April die jährliche Kaffee-Ernte beginnt, dann drückt das massenhafte Angebot dieses wichtigen Kaffeeproduzenten üblicherweise auf die Weltmarktpreise für Kaffee (natürlich nur, sofern die Ernte gut ausfällt!).

Solche Ereignisse kommen nicht völlig überraschend, sondern wiederholen sich naturgemäß.

Ein Rohstoff, der mir zuletzt auffiel wegen starker Preissteigerungen, ist Gallium. Denn dieses strategische Metall (dem ich in meinem Buch "Strategische Metalle für Investoren" ein ganzes Kapitel gewidmet habe) wird

für Rechenzentren benötigt. In der Praxis steckt Gallium meist in Materialien wie Galliumnitrid (GaN) oder Galliumarsenid (GaAs), die in bestimmten Chips, Netzteilen, Hochfrequenzkomponenten und Sensorik eingesetzt werden.

Wo Gallium im Rechenzentrum eine Rolle spielt

  • In Leistungsbauteilen für Stromversorgung und Schnellschaltung, weil GaN sehr effizient bei hohen Frequenzen und Temperaturen arbeitet.

  • In Hochfrequenztechnik und Kommunikationshardware, etwa für schnelle Signalverarbeitung.

  • Indirekt bei Kühlung und Wärmeleitpasten rund um Prozessoren und Elektronik, wobei Gallium-basierte Materialien hier eher ergänzend als massenhaft eingesetzt werden.

Der Bedarf ist eher strategisch als mengenmäßig: Gallium ist nicht das Grundmaterial jedes Servers, aber es ist für bestimmte Hochleistungs- und Effizienzkomponenten relevant. Deshalb kann ein Engpass bei Gallium die Verfügbarkeit oder Kosten solcher Komponenten beeinflussen, auch wenn der eigentliche Galliumanteil im Endprodukt oft klein ist. Früher hatte ich deshalb auch einmal die Bezeichnung "Gewürzmetall" gelesen: Nur kleine Mengen sind notwendig, aber die sind dann auch - notwendig.

Ich hatte Ihnen im Kontext von Gallium bereits 2019 eine Aktie vorgestellt, die damals bei 2,21 Euro stand. Inzwischen steht sie bei rund 30 Euro. Zeit für ein "Update" mit aktueller Einschätzung von mir zu dieser Aktie:

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Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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