Rezension Carcassonne Safari

Rezension Carcassonne Safari

Eine der ältesten Volksgruppen der Menschheit, die SAN – auch Buschleute genannt – ist, ihrer Wurzeln und ihres natürlichen
Lebensraumes beraubt, in größter Gefahr, ihre kulturelle und soziale Identität zu verlieren.

- Ombili Stiftung

Das Volk der Buschleute (San) ist mir seitdem ich in meiner Kindheit den Film "Die Götter müssen verrückt sein" gesehen habe grundsätzlich sehr sympathisch. Inzwischen habe ich auf diversen Reisen auch Buschleute getroffen. Im Grunde sind sie die Urbevölkerung im südlichen Afrika, doch inzwischen sind sie recht marginalisiert - gerade diejenigen, die an ihrer traditionellen Lebensweise festhalten. Erst vorigen Monat hatte ich mich in Namibia über ein Projekt informiert.

Wieso ich jetzt darauf komme? Am Wochenende spielte ich eine Neuerscheinung: Carcassone Safari

Dabei fiel mir direkt auf, dass 1 Euro pro Spiel an die Ombili Stiftung (die sich für San einsetzt) gehen soll. Gefällt mir.

Doch zum Spiel:

Dieses ist ein eigenständiges Spiel aus der Carcassone Welt. Carcassone wiederum dürfte Brettspielern ein Begriff sein. Wie Carcassone ist auch Carcassonne Safari ein Legespiel.

Der grundsätzliche Ablauf ist wie folgt:

  1. Wer am Zug ist, zieht von einem verdeckten Stapel ein Plättchen und platziert dieses an einer passenden Stelle (dargestellte Landschaften müssen "stimmig" in einander übergehen).
  2. Auf das neu platzierte Plättchen kann unter bestimmten Umständen eine eigene Spielfigur gestellt werden (auf Tierpfad, Busch oder Affenbrotbaum). Alternativ kann an einem Wasserloch gebaut oder ein Ranger versetzt werden.
  3. Sofern durch das Platzieren des Plättchens eine Buschregion oder ein Tierfpad abgeschlossen wird, kommt es zu einer Punktewertung nach ausliegender kleiner Tabelle.
  4. Sobald das letzte Plättchen platziert ist, endet das Spiel - wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Grafik Carcassonne Safari

Einige der im Spiel enthaltenen Plättchen. Quelle: Verlagsangaben

Aufgrund der überschaubaren Regeln und der ausliegenden Spielhilfe für die Punktewertungen sind die Regeln in wenigen Minuten erklärt und ermöglichen so einen schnellen Einstieg. Für mich persönlich allerdings doch etwas zu glückslastig, da eigene Pläne natürlich davon abhängen, das richtige Plättchen zu ziehen. Und bei dem Dreiklang "Plättchen ziehen und platzieren/evtl. Spielfigur platzieren/evtl. Punktewertung" geht es zwar zügig voran, doch größere strategische Planungen bleiben da ein wenig auf der Strecke. Das ist für ein Spiel mit angegebener Spieldauer von 35 Minuten aber auch völlig in Ordnung so. Und wer Carcassonne grundsätzlich mag, der kann sich unter diesem Link die Spielanleitung von Carcassonne Safari anschauen und so leichter beurteilen, ob diese Neuerscheinung zum eigenen Geschmack passt.

Viele Grüße und guten Wochenstart!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt

Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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