Neuer höchst interessanter Think Tank

Neuer höchst interessanter Think Tank

Alle mal herhören. Eben erreichte mich die Nachricht, dass es seit Jahresbeginn eine neue und - wie ich finde - höchst interessante Denkfabrik/think tank gibt.

Und da dieser seinen Sitz in Deutschland hat, gehört ein englischer Name inklusive feschem Wortspiel dazu - es geht um den:

Think-and-Do-Tank Finance for Transition – F4T

Ich möchte das aus zwei Gründen hier ansprechen.

Zum einen teilt "F4T" mit mir die Einstellung, dass gewünschte Entwicklungen in der Volkswirtschaft weniger mit "Sonntagsreden/Appellen" oder NGOs mit Agenden, die sich lediglich an die eigene Zielgruppe richten, erreicht werden.

Stattdessen können hier auch Investoren und Finanzmärkte ansetzen.

F4T nennt als konkretes Beispiel die "kommunale Wärmewende". Da kenne ich mich ein bisschen aus, weil ich Aktionär beim "Fernheizwerk Neukölln" (Berlin) bin.

Bei Interesse finden Sie hier meine Einschätzung der Aktie "Fernheizwerk Neukölln"

In dem Fall "läuft" die Fernwärme über eine Zusammenwirkung eines internationalen Konzerns (Vattenfall), einer Kommune und einer Menge "kleiner Fische" = interessierten Privatanlegern (wie meiner Wenigkeit).

F4T thematisiert beim Beispiel kommunale Wärmewende das Problem, dass manche Stadtwerke mit ihren da geplanten Investitionen folgendes Problem haben:

Für die örtliche, lokale Sparkasse kann die Finanzierung des Aufbaus eines lokalen Fernwärmenetzes eine Hausnummer zu groß sein.

Und für internationale, große institutionelle Investoren ist so ein Projekt wiederum vielleicht zu klein.

Hier will F4T ansetzen: In dem Fall beispielsweise mit der Bündelung der Fernwärmenetz-Projekte mehrerer Kommunen. Und eine Denkfabrik - Pardon, ein "Think-and-Do-Tank" - kann hier lösungsorientiert arbeiten, z.B. mit Analyse der regulatorischen und organisatorischen Herausforderungen, die das mit sich bringt...

In der Eigendarstellung von F4T las ich dazu, Zitat:

F4T steht für die Überzeugung, dass Finanzmärkte, Kapitalströme und eine effektive Rahmensetzung entscheidende Treiber der Transformation sein können.

Ich sprach oben von zwei Gründen, warum ich das anspreche.

Der zweite Grund ist, dass der von mir sachlich und menschlich hochgeschätzte Tommy Piemonte als Fachlicher Leiter für 4FT arbeitet.

Er ist auch für aufmerksame Ethische-Rendite-Mitglieder kein Unbekannter:

Denn er hat mit seinem vorigen Arbeitgeber (Bank für Kirche und Caritas BKC) zum Beispiel erreicht, dass Namibia der UN-Biowaffenkonvention beitritt. Und er zeigte sich als äußerst kritischer Denker beim "EU Defence Industrial Investment Forum". Da ging es darum, dass in unserer schönen neuen Welt Investments im Rüstungssektor laut EU nachhaltig und ESG-konform sein sollen. Er kritisierte das mit klaren Worten - und wurde dafür wurde er aus dem Online-Format "gekickt" - gewann aber gerade dadurch weiteres Ansehen bei mir.

Hier bei Interesse Beiträge von mir zu der Thematik:

Beitritt Namibias zur UN-Biowaffenkonvention?

Waffen und ESG: Kritik unerwünscht?!

Insofern räume ich durchaus ein, etwas positiv befangen zu sein, was das neue Projekt F4T betrifft.

Vorsitzende des F4T ist übrigens Silke Stremlau, die z.B. Vorsitzende des Sustainable-Finance Beirates der Bundesregierung war (sie kenne ich allerdings nicht persönlich).

Das Beitragsbild zeigt Frau Stremlau und Herrn Piemonte.

Also, vielleicht für den einen oder die andere von Ihnen eine interessante neue "Denkfabrik". Ich bin gespannt auf deren Aktivitäten 2026.

Wie Sie die genannten Faktoren bewerten mag anders aussehen. Gerne können Sie mir dazu auch schreiben via info@ethische-rendite.de

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Viele kleine Aktionäre, an vielen kleinen Orten, die viele Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern."

- Von mir abgewandeltes afrikanisches Sprichwort

Mit freundlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt

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Michael Vaupel

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