Rezension: Nahrungsmittel-Intoleranzen

Rezension: Nahrungsmittel-Intoleranzen

Probleme sind Chancen in Verkleidung? Da ich aktuell ein wenig Probleme mit Nahrungsmittel-Intoleranzen habe (in Bezug auf Laktose und Fruktose), habe ich das zum Anlass genommen, mein diesbezügliches Wissen zu vergrößern.

Und da dieses Thema vielleicht auch einige andere Leser/innen interessiert, möchte ich hierzu ein meiner Ansicht nach sehr gutes Buch empfehlen: Nahrungsmittel-Intoleranzen von Dr. Med Ledochowski, erschienen im Trias Verlag (und eine Empfehlung meines Arztes).

Denn da wird auf insgesamt rund 160 Seiten gut lesbar nützliches Wissen zu der Thematik von einem ausgewiesenen Fachmann vermittelt.

Wie ich es mir erhofft hatte, beginnt dieses Buch mit grundlegenden Informationen zu unserem Verdauungssystem. Es wird erläutert, wie es funktioniert, was es überhaupt für Beschwerden gibt und worauf diese zurückzuführen sein könnten. Dann wird auch erläutert, wie Ärzte überhaupt Nahrungsmittel-Intoleranzen feststellen können.

Solche Intoleranzen sind übrigns nicht mit Nahrungsmittel-Allergien zu verwechseln!

Aussführlich werden in den folgenden Kapiteln die am häufigsten verbreiteten Nahrungsmittel-Intoleranzen behandelt.

Sehr gut gefällt mir die immer wieder durchblitzende Kritik des Autors an Nahrungsmittel-Industrie und teilweise auch Behörden. So kritisiert er z.B., dass von der Nahrungsmittelindustrie statt natürilcher Stärke zunehmend modifzierte Stärke eingesetzt wird. Diese ist aus Sicht der Industrie günstiger und weist z.B. bessere Hitzestabilität aus. Das Problem: Sie ist - anders als die natürliche Stärke - nicht verdaubar. Was für ein "Fortschritt", in dem ein Bestandteil der Nahrung ersetzt wird durch ein künstliches Produkt, das für die Ernährung wertlos ist!

Der Autor sieht in den Nahrungsangeboten der Nahrungsmittelindustrie durchaus ein Problem, und die Lektüre des Buchs hat mich dementsprechend nachdenklich gemacht. Vielleicht ist es doch besser, möglichst auf verarbeitete Nahrungsmittel zu verzichten und selber zu kochen. Nun, ist natürlich auch eine Zeitfrage, ich versuche da Kompromisse zu finden.

Inhaltsange. Quelle: Verlagsangaben

Meine Einschätzung:

Selten habe ich zu einem Thema so komprimiert in gut lesbarer Form Wissen gefunden. Nach einigen Stunden Lektüre habe ich das Gefühl, die Thematik zumindest aus meiner beschränkten Säugetiersicht verstanden zu haben. Es gilt nun, sich mit den Unverträglichkeiten einzurichten.

Auch dazu gibt der Autor anschauliche Tipps und stellt klar, dass es keine Krankheit ist - sondern vergleichbar mit einem hellhäutigen, rothaarigen Menschen. Der ist auch nicht "krank" - kann aber nicht so lange wie andere Menschen in die Sonne gehen. Analog dazu gibt es eben auch als Mensch mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten bestimmte Dinge zu beachten. Mit Krankheit hat das nichts zu tun, eher mit dem Eingehen auf individuelle Besonderheiten des Körpers.

Für mich ein klares Daumen hoch in Bezug auf Nutzwert und Lesbarkeit für:

Dr. med. Maximilian Ledochowski: Nahrungsmittel-Intoleranzen

Eine kostenlose Leseprobe finden Sie unter diesem Link

Viele Grüße und bleiben / werden Sie gesund.

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt

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Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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