Noch ist Polen nicht verloren

Noch ist Polen nicht verloren

Eine Gesellschaft, in der jährlich um die 50 Millionen Küken "geschreddert" werden, nur weil es sich um männliche Küken handelt, hat meiner Ansicht nach einen an der Waffel. Wie bitte, in Deutschland sollen Jahr für Jahr so viele Küken "geschreddert" werden?! Leider ist das wohl wirklich so.


Es gibt Hoffnung: Am Wochenende wurde gemeldet, dass mittels neuer Technologien bereits bei den Hühnereiern eine Geschlechtsbestimmung stattfinden kann, so dass nur noch weibliche Eier bebrütet werden können. Dann könnte das massenweise "Schreddern" männlicher Küken verhindert werden. Könnte, Konjunktiv mal wieder. Mein frommer Wunsch: Wenn die Technologie tatsächlich da ist, wird das Bundeslandwirtschaftsministerium umgehend das "Schreddern" von männlichen Küken untersagen. Und unsere Welt würde etwas weniger schlecht.

In den Zusammenhang ("weniger schlecht"...) fällt mir gerade der Leser Johannes G. ein. Denn der wies mich vor einigen Tagen darauf hin, dass es eine erste "grüne Staatsanleihe" gibt. Das polnische Finanzministerium wollte 500 Mio. Euro einsammeln, um damit Aufforstungen, Nationalparks, Windparks und Wiederherstellung von kontaminiertem Land finanzieren zu können.

Und ich freue mich, dass es auch andere Anleger(innen) gibt, die so etwas gut finden - denn laut einer Meldung gab es für insgesamt 1,5 Mrd. Euro Nachfrage nach dieser grünen polnischen Staatsanleihe. Das polnische Finanzministerium stockte deshalb das Emissionsvolumen des Papiers von 500 Mio. Euro auf 750 Mio. Euro auf. (Mehr Informationen dazu auf Englisch hier)

Da passt der Text der polnischen Nationalhymne nun wirklich gut: Noch ist Polen nicht verloren!

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Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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