Rezension: Puerto Rico

Rezension: Puerto Rico

Vom Brettspiel-Klassiker Puerto Rico ist nun bei alea Spiele (gehört zu Ravensburger) eine Neuauflage erscheinen. Die erste Version des Spiels kam bereits 2002 auf den Markt.

Da mich die ursprüngliche Version zum Fan von Strategie-Brettspielen machte, habe ich in den Tagen "zwischen den Jahren" nun die Neuauflage mit Interesse gespielt. Der Verlag preist das Spiel - durchaus zu Recht als "Klassiker unter den Strategiespielen" an.

Thematisch geht es um das Zeitalter der Entdeckungen, die Spieler/innen erschließen die Karibik-Insel Puerto Rico. Spieltechnisch läuft dies so ab, dass jede/r ein eigenes Spieltableau mit freuen Feldern für Plantagen- und Gebäude-Plättchen hat.

Nun wählt reihum jede/r eine Karte mit einer "Rolle" aus. Da gibt es den Baumeister, der neue Gebäude errichten kann (gegen klingende Münze) oder den Kapitän, welcher produzierte Waren verschifft und dafür Siegpunkte bringt. Der Vorarbeiter hingegen bringt neue Arbeiter auf die eigenen Ländereien.

Spieltechnisch gut gelöst finde ich es dabei, dass derjenigen, welcher die Karte ausgewählt hat, die Aktion zunächst selber ausführt - und danach reihum auch die Mitspieler diese Aktion ausführen. Der/die Auswählende hat indes ein Privileg. So gibt es z.B. beim Kapitän einen Siegpunkt mehr.

Hier bestehen zig  Möglichkeiten, den anderen zuvor zu kommen - auch deshalb, weil z.B. beim Verkauf von Gütern in einem Zug nicht mehrere Güter derselben Art verkauft werden können. Wenn also z.B. bereits Kaffee verkauft wurde, kann der Nächste in der Reihe dies nicht mehr tun.

Im Vordergrund die Spielertableaus - darüber die Auslage, auf der verfügbare Gebäude (und links Plantagenplättchen) stehen. Quelle: Verlag

Die Regeln finde ich schlüssig und verständlich, es benötigt vielleicht 15 Minuten zur Erklärung. Nutzwertig finde ich die knappen Erläuterungen der Rollenkarten auf den persönlichen Spielertableaus.

Nach 1 oder 2 Runden sollte es dann flüssig gehen, die "downtime" = Wartezeit ist gering - auch deshalb, weil ja auch in den Zügen der Mitspieler eigene Aktionen ausgeführt werden können.

So weit, so bekannt - denn die Neuauflage unterschiedet sich in der Grundversion nicht von den Regeln der ursprünglichen Version, soweit ich das beurteilen kann (ich glaube, einige wenige Gebäudefunktionen wurden angepasst).

Das Spiel beinhaltet indes einige Erweiterungen: Neue Gebäude und auch eine neue Rollenkarte (Freibeuter) - die wir indes noch nicht gespielt haben, wozu ich deshalb noch nichts sagen kann.

Das Grundspiel selbst ist jedoch durchaus als Strategiespiel-Klassiker zu sehen und deshalb aus meiner Sicht empfehlenswert. Da es gegenüber der älteren Grundspiel-Version keine mir bekannten Regeländerungen gibt, ist hier ein Umstieg auf die neue Version nicht notwendig für diejenigen, welche die ältere Version bereits besitzen.

Für alle anderen Brettspieler ist dieser Klassiker in der Neuauflage eine Überlegung wert:

Andreas Seyfarth: Puerto Rico

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt

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Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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