Analyse Aktie Georg Fischer

Georg Fischer AG

Analyse Aktie Georg Fischer

Ich suche gerne nach Unternehmen, welche wirklich „Werte schaffen“ und Substanz haben, und das zu günstiger Bewertung. Deren Aktien sind dann breiten Anlegerschichten oft nicht bekannt – aber gerade deshalb ist die Bewertung ja auch günstig. Aktuelles Beispiel und Objekt meiner heutigen Analyse ist der Schweizer Industriekonzern „Georg Fischer AG“.

Dieses Unternehmen existiert bereits seit über 200 Jahren (seit 1802), also länger als eine ganze Reihe von Staaten in Europa. Der Umsatz von rund 3,8 Mrd. Franken und gut 14.000 Mitarbeiter sind auch kein Pappenstil. Und der Aktienkurs könnte bald ein Mehrjahreshoch testen.

Wie sieht die Lage aus fundamentaler Sicht bei der Georg Fischer AG aus?

Bei diesem Unternehmen ist mir aufgefallen, dass es eine hohe Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital vorweisen kann. Die Zahlen für 2014 sind da – und da lag die Eigenkapitalrendite bei sehr beachtlichen 17,9%. Diese Kennzahl ist im Verlauf der letzten Jahre auch noch angestiegen. Zum Vergleich: 2013 lag sie bei 16,7%, und 2012 bei 15,7%.

Mit anderen Worten: Das hier eingesetzte Eigenkapital arbeitet hoch profitabel! Mit bei Schweizer oder deutschen Staatsanleihen eingesetztem Kapital kann man das hingegen derzeit nicht behaupten.

Hier weitere Eckdaten zum letzten Geschäftsjahr:

  • Der Umsatz stieg um 1% auf 3,795 Mrd. Franken
  • Der Auftragseingang stieg ebenfalls um rund 1% auf 3,84 Mrd. Franken
  • Die Dividende soll um einen Franken steigen auf 17 Franken
  • Das Ebit stieg von 251 auf 274 Mio. Franken
  • Der Freie Cashflow hingegen ging von 174 auf 110 Mio. Franken zurück

Know How: Und was war nochmal das "EBIT"?

Ebit steht für „Earnings before Interest and Taxes“ = Gewinn vor Steuern und Zinsen und ist eine Kennzahl, mit welcher die Entwicklung des Gewinns im Auge behalten werden kann. Faktoren wie Steuer- oder Zinsänderungen, welche nichts über das eigentliche operative Geschäft des Unternehmens sagen, werden so ausgeblendet.

Das hat aber auch Nachteile – wenn es z.B. darum geht, die Auswirkungen auf den Cash Flow = tatsächliche Zahlungsströme zu verfolgen. Denn Steuern und Zinsen müssen schließlich gezahlt werden, sind also Cash Flow relevant!

Wie kam es, dass das Ebit = Gewinn vor Steuern und Zinsen so deutlich stieg, obwohl der Umsatz ja kaum mehr als stagnierte (+1%)?

Die Antwort, die ich gefunden habe:

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Michael Vaupel

"Fairness, Respekt vor Mensch und Tier sowie der gewiefte Blick für clevere Investment-Chancen - das lässt sich meiner Ansicht nach sehr wohl vereinen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Ansicht gemeinsam vertreten werden - auch gegen den Mainstream."

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